Europa rühmt sich seiner praktischen und wissenschaftlichen Organisation und Tüchtigkeit. Ich warte, bis seine Organisation perfekt ist, dann wird ein Kind es zerstören.
Sri Aurobindo
Ich habe ihn schon einmal zitiert, diesen rätselhaften Aphorismus Sri Aurobindos, und ihm einen eigenen Blogeintrag gewidmet am 20. Mai 2020. In den letzten Wochen schob er sich wieder hartnäckig in mein Bewusstsein. Und immer, wenn etwas überaus hartnäckig in mir hochsteigt, wird von mir erwartet, näher hinzusehen, dann hat es Bedeutung. Mehr denn je erhebt sich in mir die Gewissheit, dass dieser Tag kommen wird, und dass zumindest einer der Gründe in den angewandten Technologien liegen wird.
Ich hatte dazwischen eine längere Phase, in der dieses Empfinden für eine Weile in den Hintergrund trat und ich in Erwägung zog, die Menschen wären vielleicht doch in der Lage, den Moment des Zusammenbruchs zu vermeiden, aber das hat sich wieder geändert. Das hing zusammen mit der Frage, was genau Sri Aurobindo mit „Europa“ meinte. Ich möchte hier aber nicht vorgreifen und jedem selbst überlassen, welche Bilder seine Intuition dabei hervorbringt, es ist an der Zeit.
Letztendlich bleibt abzuwarten, wofür sich die Supramentale Macht entscheiden wird.
Weshalb ich mir so sicher bin, zumindest zum gegebenen Zeitpunkt, liegt unter anderem an der erfahrenen Wirkung der geheimen Technologien und Wetterwaffen, die wieder verstärkt hochgefahren wurden und skrupellos flächendeckend gegen die Menschen eingesetzt werden. Die Psyche der meisten Menschen reagiert empfindlich auf die langanhaltende Dunkelheit, mit Depressionen, Reizbarkeit und Mutlosigkeit, sie werden regelrecht zermürbt. Niemand hat ihnen beigebracht, viele von ihnen würden es wohl auch nicht glauben, dass es möglich ist, sich seinen eigenen spirituellen Freiraum zu schaffen, sich mit dem wahren göttlichen Atem zu verbinden, der sich auch von Skalarwellen und Chemtrails nicht beeindrucken lässt. Doch das erfordert eine gewisse Übung und Zeit, und es gelingt nur wenigen. Für alle anderen ist es ein schleichendes Gift.
"Das Heil liegt im Körper", und genau an dieser Stelle setzt ein neues Arsenal an Kriegswaffen an, das auch bereits erfolgreich getestet wurde. Wo und an wem? Vieles läuft nach wie vor im Verborgenen ab, niemand hat uns jemals gefragt, ob wir damit einverstanden sind, geschweige denn, Steuergelder dafür bereitzustellen. Aber die Wirkung einiger davon erkennt man inzwischen deutlich, wenn man einfach den Blick nach oben in den Himmel wendet, von den gehäuft auftretenden Unwetterkatastrophen und selektiven Bränden weltweit ganz zu schweigen. Immer mehr baut diese Technologie auf extrem starke elektromagnetische Wellentechnik auf, die empfindlich in unser körperliches elektromagnetisches System eingreift und Störungen aller Art hervorruft.
Der Transhumanismus wird im Stillen vorangetrieben wie eine allgegenwärtige Überwachung und digitale Gängelei, und die menschliche Bequemlichkeit und Trägheit wird erfolgreich bedient, indem man ein Arsenal an technologischen "Hilfsmitteln" kreiert, die allesamt dazu dienen, unsere Körper immer mehr ihrer verborgenen Macht zu berauben, indem man sie erfolgreich einschläfert.
Es ist offensichtlich, dass den meisten Menschen bislang jegliches Verständnis dafür fehlt, was sie da eigentlich tun, denn aufgrund ihres noch intakten (Körper)Egos erfahren sie die unmittelbaren Auswirkungen noch nicht schmerzhaft genug im eigenen System. Doch das wird sich ändern, denn alle Körper fangen an, sich zu verändern.
Man braucht sich nicht mehr zu fragen, ob all das Zufall ist, denn wie die heraufdämmernde evolutionäre Zukunft der Menschheit und dieser Welt aussieht und welche Konsequenzen es für sie hat, ist auch den Dunkelmächten und zumindest ihren ranghöchsten menschlichen Marionetten nicht entgangen. Wie es scheint, wird noch einmal alles aufgefahren, was den endgültigen Moment ihres unvermeidlichen Untergangs hinauszögern könnte, und die Menschheit schreitet im Gleichschritt willig mit. Selbst unsere weltlichen und religiösen "Friedensfürsten" folgen mehr oder weniger blind und schweigsam, indem sie die augenscheinlichen Kriegsherde vollmundig beenden, um von der inzwischen geschickt verborgenen Kriegsführung gegen die Menschheit abzulenken, an der wir heute alle ungefragt teilhaben. Der Krieg, der die Menschheit gefesselt hält, hat nie geendet, denn er wurde bis heute nicht verstanden.
Im Jahr 1919 schrieb Sri Aurobindo in seiner Zeitschrift Arya:
Ein Krieg ist zu Ende gegangen, eine Geisteswelt ging zugrunde und verschwindet allmählich in der äußeren Natur ... der neue – oder der alte, in anderer Form weitergeführte Krieg, der schon beginnt ... In diesem Kampf erhebt sich für den denkenden Menschen die Frage: Welche Kraft oder welche Kräfte drücken in diesem Umbruch ihren Willen oder ihr Bemühen aus? Und welcher Macht oder welchen Mächten sollen wir dienen? An welches innere oder übermenschliche Ding sollen wir uns binden, da äußere Throne und Systeme nur Blätter sind, die der Sturmwind des Atems der Zeit vor sich hertreibt? ...
Ein mehr an mechanischer Freiheit, den Bedürfnissen, Interessen, Bedenken der alten noch aufrechten Weltkräfte entsprechend großzügig oder sparsam ausgeteilt ... ein neues System von Dämmen, um das weitere Übergreifen der Flut zu verhindern, wird die Katastrophe schwerlich erfolgreich beenden. Selbst wenn kurzsichtige Klugheit dies durch einen aufgrund vereinten Bemühens erfolgreichen und organisierten Egoismus eine Zeit lang zustandebrächte ... wäre das doch nur ein künstlicher Aufschub, der in nicht ferner Zukunft zu neuem Aufruhr führt ... ein vergeblicher Versuch, das Schicksal zu betrügen.
Sri Aurobindo, War and Selfdetermination, 15:588-597, 592-593
Wie immer stellt sich die Frage: Was davon hat sich bis heute geändert? Die Dummheit ist erschreckend, die hinter der hartnäckigen Behauptung steht, alle unsichtbaren feindlichen Mächte wären endgültig besiegt und von der Erde verschwunden, sobald "der deepstate" erfolgreich besiegt wurde; was noch abzuwarten bleibt. Während andere an den verheerenden Kataklysmus glauben, der unbedingt kommen muss, um die erneute Wiederkunft und Opferung (!) Christi zu erzwingen. Und das aus dem Munde von Menschen mit tausenden von "Followern", die sich an der Frontspitze der Aufklärung wähnen.
Wohin wird uns unser Forscherdrang führen?
Man muss neuen Technologien nicht grundsätzlich negativ gegenüberstehen, das wäre höchst naiv, denn es ist logischer Bestandteil der menschlichen Evolution, die Materie mit ihrer Hilfe zu durchdringen, zu gestalten und dem Geheimnis des Lebens immer mehr auf den Grund zu gehen. Doch noch entgeht den Menschen dabei das innerste Wesen der Materie und der Dinge, was entscheidend ist, um das Zusammenwirken und alle möglichen Konsequenzen vorhersagen und unbewusstem oder gezieltem Missbrauch erfolgreich entgegenwirken zu können. Und um das Wesen der Dinge und ihre Wirkmechanismen zutiefst zu ergründen, muss man in ihr Bewusstsein eintauchen, was wiederum erfordert, selbst über ein entsprechend hohes Bewusstsein zu verfügen. Und damit sind wir beim Hauptproblem angelangt.
Die beste Absicht ist nicht ausreichend, wenn man vorhersagen will, ob die Erfindung und Anwendung einer Technologie den Menschen langfristig dient und das Leben der Menschen tatsächlich verbessert, und wo sie über kurz oder lang mehr Schaden anrichtet als alles andere oder sogar irgendwann zu einem Selbstläufer werden könnte, den niemand mehr in den Griff bekommt. Man beobachtet den äußeren Anschein und beurteilt und analysiert ihn, mehr nicht.
Wir sind heute noch nicht einmal da angelangt, all die Technologien (grundsätzlich alle Gifte) konsequent beiseite zu legen, von denen wir bereits wissen, welche zerstörerischen und tödlichen Auswirkungen sie für die irdische Natur und uns Menschen haben, aber wir bejubeln Pläne (wessen Pläne?), den Weltraum zu erobern. Das ist schon erstaunlich.
Und ich spreche hier von uns als bewusstseins-verbundene Menschheitsfamilie, denn Einzelne mühen sich schon immer redlich, Veränderungen herbeizuführen.
Wie groß wird der Schaden allein durch die elektromagnetische oder elektrische Verseuchung unserer Atmosphäre sein, bevor die Menschheit anfängt, die Zusammenhänge zu verstehen? Wird sie
rechtzeitig erkennen, dass sie selbst in einen zerstörerischen Wettlauf mit der göttlichen Transformation eingetreten ist, beziehungsweise hineingezwungen wurde? Was gerade das
behindern und bedrohen könnte, wonach sie sich angeblich so sehr sehnen: den spirituellen Aufstieg oder wie auch immer wir es nennen wollen? Glückseligkeit und Frieden für alle Menschen? Oder
wenigstens Gesundheit und Wohlstand, denn sonderlich anspruchsvoll sind die meisten von uns ja noch nicht? Wird es aus diesem Grund erfordern, dass ein „Kind der neuen Welt“ all das mit Hilfe der
supramentalen Macht hinwegfegt, bevor es zu gefährlich wird? Jetzt, wo unsere Körper weit genug entwickelt sind, um die nächste Stufe der Evolution endlich erfolgreich bewältigen zu können? Um
diesen Weg offenzuhalten und zu beschleunigen?
Innere Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entwickeln ist langwierig, anstrengend und alles andere als spektakulär
Es erfordert zudem Opfer, was schon Jesus Christus vor all jenen klar zum Ausdruck brachte, die im nachfolgen wollten.
Noch sind die Menschen jedoch fast ausschließlich damit beschäftigt, das Außen zu perfektionieren. Jeder Avatar und Weisheitslehrer hat davor gewarnt, aber nur wenige Menschen haben das bisher realisiert und tragen dem Rechnung; auch viele unter denen, die permanent darüber predigen, aber die gab es schon immer. Es bleibt zu hoffen, dass der Menschheit ein technologischer Supergau erspart bleibt und die darauffolgende leib-haftige Panik, von der die Mutter sprach.
Momentan sieht es nicht danach aus, die Richtung scheint vorgegeben. Wer gründlich recherchiert und menschliche Beobachtungsgabe besitzt, erkennt bereits, wie die arrogante menschliche Verblendung immer weiter um sich greift, überall. Für die meisten Menschen steht die Ausweitung der eigenen Komfortzone im Vordergrund und diese dann mit Hilfe ihres "unbesiegbaren" Waffenarsenals zu verteidigen. Immer noch viel zu Vieles läuft hinter den Kulissen ab, und Geheimhaltung brachte bisher nur selten etwas Positives hervor. Noch immer wird das Geld nicht allein für die göttliche Arbeit verwendet, weil man diese noch gar nicht verstanden hat; wenngleich einige der größten Räuber es inzwischen nutzen, um ein wenig äußere Schadensbegrenzung zu üben.
Selbst, wenn ein paar der bereits erforschten, auf Technologie basierenden Heilungsapparate zukünftig zur Anwendung kommen, so lassen sich bestimmte Störungen im Körper damit nie endgültig beseitigen und kehren zurück, solange unterschwellige innere Konflikte nicht gelöst sind. Und innere Konflikte haben in der Regel mit anderen Menschen oder unterbewusst schwelenden Traumata zu tun, die mehrere Leben zurückreichen können. Dazu kommt, dass niemand die langfristigen Folgen all dieser Technologien vorhersagen kann, denn oft genug bestimmt die Dosis das Gift.
Jesus Christus wusste das, er heilte nicht nur die Krankheitssymptome der Menschen, sondern er nahm auch ihre karmische Last auf sich, die dazu geführt hatte; aber nicht die zukünftige. Bei wie vielen Geheilten kehrten die Krankheitsbeschwerden wieder zurück ...? Ich beziehe mich in diesen Tagen immer wieder gern auf ihn, denn Er ist mir sehr nahe und ich liebe Ihn über die Maßen. Und, wie uns manche Kanäle zumindest verbal versichern, sollen wir derzeit ja ein Revival des `Christentums´ erleben. Wer jedoch einen rein moralischen Anspruch in Christi Worten sieht, hat ihre Tiefe und Ihn nicht wirklich verstanden.
Auch leben wir mittlerweile in anderen Zeiten, die erweiterte göttliche Maßnahmen erfordern, als die andere Wange hinzuhalten. Denn das hat bisher nicht sonderlich gut funktioniert, oder?
Wenn du also deine Opfergabe zum Altar bringst und es fällt dir dort ein, dass dein Bruder etwas gegen dich hat, dann lass deine Gabe vor dem Altar; geh und versöhne dich zuerst mit deinem Bruder! Dann komm zurück und bring deine Opfergabe dar.
Matthäus 5, 23 und 24
An den wahren Ursachen zu arbeiten, die allen zwischenmenschlichen Konflikten zugrundeliegen, ob im Kleinen oder im Großen, ist nach wie vor nicht populär. Wenn man sich schon selbst bemeistert, dann soll auch eine Goldmedaille winken, Berühmtheit oder ein entsprechend hoher finanzieller Bonus. Doch wie man sehen konnte, geschieht es zuweilen auch hier, dass „Vierfach-Götter“ dem eigenen Ehrgeiz zum Opfer und auf die Nase fallen, was sehr traurig ist. Und die begierige dauerhypende Meute trägt nicht unwesentlich Anteil daran, die immer einen menschlichen Götzen braucht, den sie auf ein Podest hochlobt, mit dem sie sich identifizieren oder an dem sie mitverdienen kann. Wie schnell sie ihn jedoch fallen lässt, wenn er ausgedient und die strahlende Rüstung Kratzer bekommen hat, erleben wir seit Jahrtausenden. Findet sich doch alsbald ein neuer „Gott“ am menschlichen Sternenhimmel.
Nur mit dem wahren Gott, mit diesem haben sie es weniger, er ist ja auch nicht "greifbar", nicht wirklich zu "erfassen", damit man ihn zur Seite stellen und austauschen kann, falls er nicht mehr tut, was er soll.
Und doch ist und bleibt die lohnendste Arbeit jene, die man dem Göttlichen zuliebe verrichtet, nur sie "sammelt Schätze im Himmel", die unvergänglich sind und die uns keiner mehr nehmen kann. Doch dazu muss man in Räumen wie Ewigkeit und Unendlichkeit denken, nicht nur bis viertelvorzwölf oder dem Ende des eigenen kümmerlichen Lebens.
Es gibt etwas Größeres als unsere Gedanken und Wünsche, etwas Beständigeres und Nachdrücklicheres, das über ihren [der äußeren Systeme] Wandel hinaus – und doch durch sie – dauert und wächst. Gäbe es dies nicht, wäre all dies menschliche Mühen vergebliche Unruhe, das menschliche Leben nur die geschäftige instinktive Routine des Bienenschwarms und Ameisenhügels und weniger Wirtschaftlichkeit und Weisheit ...
Die mechanische Konstruktion der Einheit wird vergeblich sein, wenn sich die Einheit nicht im Herzen der menschlichen Rasse findet und nur als Mittel dient, unsere Interessen zu schützen und zu organisieren. Wie in der unmittelbaren Vergangenheit wird das Ergebnis dann nur ein wilderer Kampf und neue Ausbrüche von Revolution und Anarchie sein.
Sri Aurobindo, a.a.O.
Vertrautes und Wiederholungen üben eine starke Anziehungskraft aus
Der intellektuell entwickelte Mensch, machtvoll mit wissenschaftlicher Erkenntnis und der Meisterschaft sowohl über die grobe als auch über die subtile Materie, der sich der Elemente als Diener und der Welt als Trittbrett bedient, der im Herzen und im Geist aber unentwickelt bleibt, wird nur zu einer niederen Art von Dämon, der sich der Kräfte eines Halbgottes bedient, um seine Tiernatur zu befriedigen.
Dunkle Traditionen und Erinnerungen der alten Welt weisen darauf hin, dass die Zivilisation des alten Atlantis derartiger Beschaffenheit war und vom Ozean verschlungen wurde, als ihre Größe und ihre Schwäche eine zu schwere Last für die Erde wurde.
Sri Aurobindo
Schon mindestens einmal kam es vor, dass eine technologische Katastrophe eine komplette Zivilisation zum Untergang verdammte. Die Gefahr ist nicht gebannt, wieder in den Strudel dieser Gewohnheit zu verfallen, denn aus allem, was an Wissen im irdischen Bewusstseinsfeld schon vorhanden ist, lässt sich leichter schöpfen. Zudem ist es vertraut und gleicht einer breiten Straße oder zumindest einem deutlich erkennbaren Trampelpfad, auf die es sich wesentlich leichter einschwenken lässt als in einen schmalen und steilen, unbekannten Pfad. Selbst dann, wenn die Notwendigkeit zum Zweiten erkannt wurde, ist der Eingang nicht immer leicht zu finden, ganz zu schweigen vom Durchhaltevermögen und der Tatsache, dass man damit niemanden beeindrucken kann, und schon gar nicht reich werden. Die nächste Schlacht muss in uns selbst, in unserem Körper, errungen werden, daran ist nicht mehr zu rütteln, denn es hat bereits begonnen. Das neue Bewusstsein fragt nicht mehr um Erlaubnis. Die einzige Frage, die in den kommenden Jahrhunderten über die Dauer aller Konflikte und allen Leids auf diesem Planeten entscheiden wird, lautet: Wieviel Widerstand werden sie dieser göttlichen Macht und ihrem Wirken entgegensetzen?
"Diesmal wird etwas getan"
Gewiss ist, "diesmal wird etwas getan", wie Sri Aurobindo bereits am 26. März 1924 gegenüber seinen Schülern versicherte. "Irgendwo herrscht im mentalen Wesen ein Zweifel, eine Ungewissheit. Aber dahinter steht die ganze Sache bereit. Wenn auf der mentalen Ebene Gewissheit geherrscht hätte, wäre die Arbeit schon getan. Bis jetzt wurde sie wahrscheinlich nicht getan, weil die feindlichen Kräfte sehr mächtig waren. Ihr wisst nicht, wie stark sie sind, ich allein weiß es, ihr habt davon nur eine blasse Ahnung." Und: "Das irdische Gesetz muss geändert werden, und es gilt, eine neue Atmosphäre zu schaffen. Das Problem ist nicht so sehr, Wissen, Macht etc. zu haben, sondern die Wahrheit herabzubringen; die ganze Schwierigkeit liegt darin, sie herabfließen zu lassen.
Die Menschen haben sehr einfache Vorstellungen von diesen Dingen. Aber es ist nicht so einfach, wie man denkt. Es ist eine komplexe Bewegung. Da oben ist die Wahrheit, und je mehr man an Wissen zunimmt, desto höher und höher steigt man, aber sie steigt nicht hinab, sie kommt nicht sofort herab. Sie kommt erst herab, wenn alles bereit ist. Wenn die Wahrheit auf der irdischen Ebene erst einmal zum Gesetz geworden ist, wird sie Bestand haben.
Solange hier eine vermischte Situation herrscht, ist es schwierig, sie herabfließen zu lassen."
Wie uns die Mutter versicherte, erfolgte der sogenannte "Golden Day" am 29. Februar 1956, als das goldene Tor zerbrach und sich das Bewusstsein des Supramentals aus höchsten göttlichen Regionen über die Erde ergoss. Doch ihr entgingen die Schwierigkeiten und Konflikte nicht, die diese Herabkunft mit sich brachte, sowohl auf der globalen Bühne als auch im Ashram und in Auroville. Die Aufnahmefähigkeit und die aufbrechenden inneren Widerstände waren das Problem.
Kurz vor ihrem Übergang mahnte die Mutter noch einmal an, dass der eingangs zitierte Aphorismus publik gemacht werden sollte. Momentan fühle ich diese Notwendigkeit wieder stärker denn je. Aber wer hört mir schon zu? Deshalb ist das Beste, was jene tun können, die zum selben Ergebnis gekommen und des Leidens müde geworden sind, ihren inneren Weg unbeirrt fortzusetzen, was auch im Außen geschieht, und damit trotz allen Mitgefühls für die Menschheit mutig auf die Überholspur zu gehen. Denn die Gelegenheit ist günstig, "das Himmelreich Gottes ist nahe herbeigekommen", das sagte man uns schon vor über 2000 Jahren. Man kann es jedoch nur auf eine bestimmte Art und Weise betreten, das werden uns auch die Plejadier nicht abnehmen.
Ich möchte ihn nicht mehr erleben, diesen Moment des plötzlichen Zusammenbruchs, denn ich habe eine Vorstellung davon, wie er sich anfühlen wird.
Eine Vision, die ich schon vor vielen Jahren hatte
Ich sitze auf einem Fahrrad und radle auf einer gut ausgebauten, geteerten Straße, links und rechts mit Leitplanken gesichert. Ich habe nichts weiter bei mir.
Links und direkt vor mir verschwindet die Landschaft in einem warmweißen, diffusen Licht, das sich ein Stück weit bis in die Hälfte der Straße ergießt, auch unter meine Füße. Ich kann nicht erkennen, wohin ich fahre, aber ich habe keine Angst. Auch scheint mich das Radeln nicht sonderlich anzustrengen.
Als ich meinen Blick nach rechts wende, bemerke ich, wie ein langer roter Zug mich langsam überholt. Er hat wenig detaillierte Strukturen und gleicht eher einer langen, karminroten, metallenen Zigarre. Die Fenster, falls er überhaupt welche hat, scheinen nicht sehr groß zu sein.
Aus dem Inneren dringt lautes Geschrei, als würden alle Fahrgäste eine ausgelassene Party feiern. Neugierig geworden, steuere ich das Ende des Zuges an, das weit offen steht. Als ich im Begriff bin, mich hochzuziehen, taumele ich plötzlich zurück und finde mich sitzend auf meinem Fahrrad wieder. Der Zug entfernt sich und ich bleibe immer weiter zurück.
Ich nehme meine Spur auf der linken Seite der Straße wieder ein und beschleunige meine Fahrt, bis ich den Zug wieder einhole. Diesmal will ich nur noch an ihm vorbeifahren und setze an, ihn zu überholen. Als ich es bis zur Hälfte geschafft habe, gerät dieser plötzlich ins Schlingern und droht, mich von der Straße zu fegen. Erschrocken halte ich an und steige vom Rad. Als ich vor mich schaue, ist von dem Zug weit und breit nichts mehr zu sehen, aber von Weitem, weiter vorne, rechts von der Straße, dringt immer noch das ausgelassene Grölen der Menschen an mein Ohr. Offensichtlich war die seltsame rote Zigarre vollkommen von der Straße abgekommen und ich fahre schnell ein Stück weiter, lehne mein Fahrrad an die rechte Leitplanke und steige hastig darüber. Vielleicht kann ich ja helfen? Ich eile einen kleinen Abhang hinunter und kann gerade noch erkennen, wie das Ende des roten Zuges in einem See verschwindet.
Ein paar Stimmen dringen noch an mein Ohr, aber es ist gespenstisch: Sie hören sich keineswegs angstvoll oder verzweifelt an, sie scheinen unbeirrt weiterzufeiern, während sie im See versinken. Ich nehme noch kurz die Umrisse einer Frau im Wasser wahr und versuche, nach ihr zu greifen, aber vergeblich.
Alle Stimmen sind verstummt, die Oberfläche des Sees – jetzt sehe ich, es ist eher ein großer trüber Teich –, ist vollkommen unbewegt. Eine hübsche rote Handtasche schwimmt darauf, in derselben Farbe, die auch der seltsame Zug hatte …
Ich klettere den Abhang wieder hinauf, setze mich auf mein Fahrrad und setze meinen Weg fort.
Die Neue Welt wird sein, das Neue Wesen wird auf der Erde erscheinen
Denn die Evolution geht weiter. Weshalb sollte sie auch enden? Das Göttliche ist unbegrenzt und ewig.
Die Frage, die allein der Höchste beantworten kann ist, wann es so weit sein wird. Werden alle Körper dann auf die Macht dieser Kraft vorbereitet sein, wenn sie ihnen unmittelbar gegenübertritt? Es wird dann keinen Zufluchtsort geben, kein Hinauszögern, keine Ausflüchte, keine Möglichkeit des Widerstands mehr, die machtvoll genug wären, sie aufzuhalten.
Viele Menschen fühlen in diesen Tagen, dass dieser Moment in nicht mehr allzu ferner Zukunft liegt. Jedoch reicht die Palette der beschriebenen und heraufbeschworenen Szenarien, die durch die sozialen Meiden geistern, von dramatisch-gruselig bis hin zu einlullend-beschwichtigend durch einen Retter, der uns alles abnehmen soll. Hilfen, sich sinnvoll damit auseinanderzusetzen und vorzubereiten, gibt es auch dort bisher nur sehr wenige, obwohl wir das im Grunde seit mehr als 2026 Jahren wissen sollten. Man ist weiterhin mit der Verschönerung der Fassade beschäftigt.
Ich sah sie durch das Zwielicht einer Zeitepoche kommen,
die Kinder mit den Sonnenaugen einer wunderbaren Morgendämmerung,
die großen Schöpfer mit den breiten Stirnen einer Stille,
die mächtigen Zerbrecher der Barrieren dieser Welt,
die mit dem Schicksal ringen in den Weltverzeichnissen des Willens
und in den Steinbrüchen der Götter harte Arbeit leisten,
die Boten aus den Reichen des Nicht-Mitteilbaren,
die Architekten der Unsterblichkeit.
Sie kamen in die Sphären der gefallnen Menschheit,
Gesichter, die die Glorie des Unsterblichen noch an sich trugen,
Stimmen, die noch mit Gedanken Gottes kommunizierten,
Körper, die schön gestaltet waren durch des Geistes Licht.
Sie brachten das magische Wort und das mystische Feuer
und trugen jenen Kelch der Freude des Dionysos zu uns,
Augen, die eher denen eines göttlichen Menschen glichen,
Lippen, die einen unbekannten Lobgesang der Seele sangen,
Füße, die widerhallten in den Wandelgängen dieser Zeit.
Hohepriester der Weisheit, Süße, Macht und Seligkeit,
sie, die der Schönheit sonnenlichte Wege neu entdecken,
die in der Liebe feurig-lachenden Gewässern schwimmen
und innerhalb der goldnen Tore der Entzückung tanzen.
Ihr Schritt wird eines Tags die leidende Erde verwandeln
und dem Licht auf dem Antlitz der Natur die Anerkennung bringen.
Sri Aurobindo in SAVITRI, Buch 3, Canto 4




